11.11.2010: die längste Session hat begonnen!
Posted by Administrator on Nov 12 2010
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Am 11.11.2010 traf sich die ganze KG Familie um 09 Uhr morgens in der Marienkapelle in Adenau zu einer Messe.

Pastor Dr. Helmut Dieser, Mitglied der Gesellschaft hatte es sich nicht nehmen lassen eine Predigt in Reimform zu halten:

 

Predigt in der Heiligen Messe mit der KG Adenau

in der Marienkapelle, Donnerstag, 11. 11. 2010, 9.00 Uhr

Fest des heiligen Bischofs Martin

Lesung: Jes 61, 1-3a   Evangelium: Mt 25, 31-40

von Pfarrer Dr. Helmut Dieser, Adenau.

(1)

Wie jedes Jahr an Martini hörten wir heut’

das Evangelium von all den armen Leut’:

Der eine hat Hunger, die andere Durst,

sie alle kommen nie dran an die fette Wurst,

sind krank und fremd und nackt und gefangen,

müssen ihr Leben lang um das Morgen bangen.

Von solchen voll ist diese Welt,

und wer hat für sie was Bess’res bestellt?

 

(2)

Am Ende, meint Jesus, dann kommt es heraus,

am Ende der Zeit, er sieht es voraus.

Dann werdet ihr sehn, wer zu mir gehört:

nur die, die sich an der Armut gestört.

Die abhelfen wollten dem Weh und Ach

und wenigstens etwas versuchten an jedem Tag.

Die nicht sagten: „Was kann ich, was soll das,

ich bin doch nicht Jesus, will auch meinen Spaß!

Ich kann dir nichts geben, sieh selber zu,

und lass mir gefälligst meine Ruh’!“

 

 

 

 

(3)

Doch wer immer du bist, deine Ruh’ ist keine Zier,

solange ein Mensch zu leiden hat neben dir.

Wenn du das hast, was ihm fehlt,

dann sei du es, der es mit ihm teilt!

So einfach ist das Evangelium

und so sympathisch das Christentum.

Und solches traut Jesus einem jeden zu,

und nur das führt in eine selige Ruh’.

Doch wir vergessen diese Lehre so gern

und halten uns selbst für schlau und modern:

„Ich brauch’ keine Kirche, brauch’ keinen Pastor,

da macht mir so schnell auch keiner was vor.

Ich lebe, wie`s gut ist, und hoffentlich lang,

und wenn’s dann zu End ist, wird mir nicht bang“.

 

(4)

Ihr Männ nun vom Elferrat, wat soat ihr doazo?

Denkt ihr all’ he dann etwa och esuh?

Ich schaue euch jetzt direkt ins Gesicht:

Ich glaube, ihr schämt euch heute nicht,

die Messe zu feiern und hinzuhören,

und keiner soll euch dabei stören.

Und ich, als euer Herr Pastor,

schlage euch deshalb heute vor:

Macht das doch öfter, es wird euch nicht schaden!

Denn hier will keiner euch Lasten aufladen.

Bedenkt doch, ihr alle seid auch manchmal schwach

und braucht für eure Seele ein Dach.

Wo wollt ihr es finden, wo flüchtet ihr hin,

wenn Menschen euch enttäuschten bis ans Kinn?!

Wir brauchen den Glauben, wir brauchen den Geist,

der von Jesus kommt und uns beweist,

dass wir es wert sind, geliebt zu sein,

egal, wie wir ausseh’n, auch ohne Heiligenschein.

 

(5)

Denn das sagt Jesus im Evangelium heute:

Ich bin tief unten bei den kaputten Leuten.

Und selig alle, die sich an mich halten

und Liebe vor Logik lassen walten.

Wie’s Martin schon tat und den Mantel durchschnitt,

und fast schon lächerlich mit nur `nem halben fortritt.

Er wollte so wie Jesus sein.

Und wir heute, worauf lassen wir uns ein?

Hier in dieser schönen Kapelle

seid ihr alle aus Tradition heute zur Stelle.

Ich bitt’ euch, lasst es mich sagen:

Wir alle müssen mehr Christentum wagen!

Mehr üben, aus dem Gebet zu leben,

und uns zugleich aufeinander zu bewegen.

Dann wird es wärmer in unseren Herzen,

und keiner bleibt allein mit heimlichen Schmerzen.

Dann fühlen wir Gott ganz nahe bei uns:

Sagt mir: Ist das ein zu großer Wunsch?

Last changed: Nov 12 2010 at 10:35 AM

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